Touran-Club e.V
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aus: Gröhls Tierleben, Band 5
unter Berücksichtigung aktuellster Forschungsergebnisse vollständig neu überarbeitete Auflage 2009

Tou|ran [Tu'ra:hn; aber auch: 'Tu:ran], der   /   Pl.: Tou|rans, die; aber auch: Tou|ra|ne, die

Der T. ist im Allgemeinen ein geselliges Herdentier. Er wird meistens in "lockerer Formation", manchmal auch einzeln, angetroffen. Sein bevorzugtes Revier sind Straßen. Vereinzelt ist er aber auch in Gräben, auf Feldern und Wiesen oder an Böschungen zu sehen; die sich in unmittelbarer Nähe von Straßen befinden; in diesen Fällen ist fast immer eine erhebliche Beeinträchtigung seiner körperlichen Beschaffenheit und seiner Mobilität zu konstatieren.

In "geschlossener Formation" tritt der T. seltener auf. Wenn, dann ist bei ihm und insbesondere seinen Begleitern (vgl. => Mensch(en), => Au|to|fahr|er, => Bei|fahr|er, => Mit|fahr|er, => Kind, => "Kind im Mann") im Regelfallein besonders großes Wohlbehagen und freudige Ausgelassenheit festzustellen. 
Solche Herden (meist ca. 10 ~ 30 T.) sind an verschiedenen Orten, vor allem in Deutschland, beobachtet worden: Unter anderem in der Gegend um Wolfsburg, bei Haltern, im Harz, am Bodensee und in der Fränkischen Schweiz. Eine außergewöhnlich große Gruppe wurde 2008 am mittleren Lauf der Weser in der Nähe von Höxter gesichtet und dokumentiert. Kleinere Herden wurden u.a. im Saarland, im Hochschwarzwald, in Landshut usw. gesehen. 
Doch auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und Dänemark sind solche geschlossenen Gruppen - mal in kleinerer, mal in größerer Zahl - gesehen und dokumentiert worden.

Ostasienforscher konnten nachweisen, daß der T. auch in Japan und China vorkommt. Auch in Nordafrika (Algerien) sind vereinzelt T. gesehen worden. 
Aus diesem Grund werden in der T.-Forschung zur Zeit zwei interessante Thesen diskutiert: Die eine geht davon aus, daß der T. in einer früheren Entwicklungsstufe auch schwimmen konnte und sich so auf dem Land- und Seeweg nach Asien bzw. Nordafrika ausgebreitet hat. Die andere These nimmt an, daß der T. früher sehr viel weitere Strecken zu Lande zurücklegen konnte als heute. Bisher konnte keine der beiden Thesen zweifelsfrei be- bzw. widerlegt werden.

Wenn der T. nicht gerade in seinem bevorzugten Revier - den Straßen - jagt, ruht er sich gerne aus. Das tut er meistens einzeln, in der Nähe seiner Begleiter. Viele von ihnen bauen für ihren T. eine separate kleine Behausung (=> Ga|ra|ge) neben ihrer eigenen. Häufig ruht der T. sich aber auch auf Parkplätzen von Behörden, von Firmen mit Außendienst, von Taxiunternehmen, von Autovermietern, sowie von Einkaufzentren und von Freizeitparks aus.

Leider wird dem T. nicht immer eine artgerechte Pflege und Haltung zuteil. Deshalb ist das Lebensalter, das T. erreichen, sehr unterschiedlich.

Synonyme:
=> Tou|ri, der (dt. umgsprl.)
=> tou|tou, le [tu'tu:] (frz. ugsprl.)
=> ran, the [rä:n] (engl. ugsprl.)

zur Bezeichnung des T. verwendete Begriffe mit ursprgl. anderer Bedeutung:
=> Brot|ka|sten, der (umgsprl., auch vulg.)
=> Trut|hahn, der (umgsprl.)
=> Pam|pers|bom|ber, der (umgsprl., auch vulg.)
=> Fa|mi|li|en|kut|sche, die (umgsprl., auch vulg.)
=> Möh|re, die (techn., vulg.)
=> Gur|ke, die (techn., vulg.)
=> Mill|ion|sel|ler, der (wirtsch.)
=> Geld|ver|nich|ter, der (wirtsch., vulg.)

verwandte Tiere: 
=> Kä|fer, der
=> Sha|ran, der
=> Rou|tan, der
=> Al|te|a, der 

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